Aquarellbilder: Alles was man wissen muss!
Lies hier in Kurzfassung alles, was zum Thema Aquarellbilder wichtig ist: Geschichte, Definition, Materialien, Techniken. Verpasse nicht die hilfreichen Tipps zur Erstellung eigener Aquarellbilder!
Ursprung & Geschichte der Aquarellmalerei
Bereits im antiken Ägypten und China wurden wasserbasierte Farben auf Papyrus und Schriftrollen genutzt.
In Europa erlebte die Aquarelltechnik in der Renaissance große Aufmerksamkeit. Der englische Landschaftsmaler Paul Sandby (1731–1809) legte den Grundstein für die englische Aquarelltradition.
1891 gründete sich in Berlin die *Gesellschaft Deutscher Aquarellisten*, um dieser damals noch weniger geschätzten Kunstform mehr gesellschaftliches Gewicht zu verleihen.
Was ist Aquarell?
Der Begriff „Aquarell“ leitet sich vom lateinischen aqua ab – das entspricht der Idee, mit Pigmenten, die in Wasser gelöst sind, auf Papier zu arbeiten.
Aquarellfarben bestehen aus feinsten Pigmenten (Korngröße ca. 1/10 000 mm), wasserlöslichen Bindemitteln (z. B. Gummi arabicum), sowie Netz- und Feuchthaltemitteln.
Im Gegensatz zu deckenden Farben bleibt das Weiß des Papiers transparent: Lasierende Farbschichten schaffen Tiefe und Leuchtkraft.
Grundtechniken erklärt
Lasieren / Nass auf Trocken:
Verdünnte Farbe wird in Schichten aufs trockene Papier aufgetragen, jede Schicht trocknen lassen – präzise Kontrolle, klare Kanten.
Lavieren / Nass-in-Nass:
Feuchtes Papier, Farbe fließt weich, ideal für Himmel, Übergänge, weich fließende Strukturen.
Granulieren / Trocken-auf-Trocken:
Viel Farbe, wenig Wasser auf rauem Papier: Nur Höhen nehmen Pigment auf – entsteht körniger Effekt.
Trocken-auf-Nass:
Auf bereits feuchte Fläche Details mit weniger Wasser aufbringen – kontrastreich, texturiert.
Tipps für Einsteiger
Aquarellmalerei ist einfacher zu erlernen, als Viele denken. Ganz oft hat das Künstlerdasein weniger mit Talent, sondern viel mehr mit Übung zu tun. Ich verrate hier exklusiv drei Tipps, mit denen Jeder Aquarellbilder anfertigen kann.
Du willst wissen, mit welchen Farben, Pinseln und Papieren ich arbeite?
Dann lies hier weiter!
Motivwahl: Mit einfachen Motiven beginnen: Kreise, Blüten, Berge, Himmel, Bäume.
Materialien für Aquarellmaler:
Papier: Spezielles Aquarellpapier ist holzfrei, saugstark und in verschiedenen Oberflächen („hot press“, „cold press“, „rough“) erhältlich.
Farben & Pinsel: Ein kleiner Aquarellkasten, ein Rund- und ein Flachpinsel (Größen 6–8 bis 1 Zoll) reichen bereits für den Einstieg.
Zusätzliches Zubehör: Wasserbehälter, Küchenkrepp oder Handtuch sowie Bleistift und Radiergummi für Skizzen.
Material erkunden: Probiere Pinsel, Farben und Wasserverhältnisse spielerisch aus. Wähle Aquarellpapier mit mit 240 - 300g/qm aus. Das Papier sollte eine samt-artige Struktur haben und sich NICHT stark wellen, wenn mit Wasser darauf gearbeitet wird.
Geduld: Lasse Farbaufträge, wenn nötig, gut durchtrocknen und übe regelmäßig, um ein Gefühl für das Medium zu bekommen – Fehler sind Lernschritte.
Techniken: Übe die unterschiedlichen Techniken mit unterschiedlichen Farben auf dem Papier, auf dem du auch dein Kunstwerk gestalten möchtest. Arbeite von hell nach dunkel und vom Hintergrund zum Vordergrund.
Anwendungsbereiche & Wirkung
Aquarell eignet sich vor allem für Landschaften, Architektur, Stillleben, florale Motive und urbane Sketches, sowie zur Erstellung von Grußkarten.
Seine Stärken liegen in transparenter Farbwirkung, stimmungsvoller Weichheit, Leichtigkeit – ideal, um Atmosphäre wie Himmel, Wasser, Nebel oder florale Frische darzustellen.
Fazit
Aquarellmalerei verbindet junge Geschichte mit technischer Vielfalt. Ihr Reiz liegt in der Transparenz und Leichtigkeit der Farbe, kombiniert mit bewusster Technik wie Lasur, Lavierung und Granulation.
Für Einsteiger ist sie ideal – ein kleines Set reicht, und schon kann man mit Malen beginnen. Anfangs eignen sich einfache Motive, die man mit Geduld und regelmäßiger Praxis schnell zu stimmungsvollen und ästhetischen Kunstwerken verwandeln kann.